Leistung ? – Wirklich ?
Der Leistungsbegriff …
… setzt Gewaltverhältnisse und ein Gefälle …
… des Verfügens über Gewaltmittel voraus.
Gewalt
‘Gewalt’ ist hier im weitesten Sinne jedes Mittel, die Denk-, Lern-, Informations-, Ausdrucks-, Wahl-, Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit anderer direkt oder mittelbar einzuschränken.
Das Mittel muss dabei nicht ein selbst erworbenes und aktiv gesteuertes sein sondern kann auch im Wirken lassen von die eigene Überlegenheit auf Kosten der Meinungs-, Wertungs-, Entscheidungs-, Bewegungs-, Handlungsfreiheit und der Unabhängigkeit bestimmter, beliebiger anderer oder anderer in unbestimmter Zahl begünstigenden Umständen liegen. Dies ist die bequemste Art unbemerkter Gewaltausübung.
Gewaltmittel
Ausnahmslos jede Art von Ressource in jeglicher Menge und jeden Grades der Grobheit oder Verfeinerung kann unter dazu geeigneten Voraussetzungen als Gewaltmittel eingesetzt werden – sogar wenn es nach ‘reiner Liebe‘, Hingabe, Güte und Gerechtigkeit ausschaut, duftet, tönt und klingt.
Leistung als Mass für Gegenleistung
‘Leistung’ ist kein originäres Wertelement, sondern ein willkürlich über ein hypothetisches, kollektives Wertegefüge gestülptes und auf eine letztlich sich selbst genügende, bestätigende und suggestiv weiter verbreitende Rechenregel reduziertes Mass zur Bestimmung ‘adäquater Gegenleistung’.
Rechenregel bzw. ‘Konvention’ als Gewaltmittel
Wer diese Rechenregel bestimmt, übt Gewalt darüber aus, was er von andern fordert und was er ihnen für das Geforderte gibt.
Die Tarnung der Gewalt und ihrer Mittel
Um diese Gewalt zu tarnen, wird sie in eine Theorie und Wissenschaft über die angeblich unumgänglichen „Gesetze bzw. Bedingungen des Marktes“ verpackt, woraus sich dann z.B. „betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten“ ableiten lassen.
Um die Richtigkeit dieser Theorien zu beweisen und deren Unumstösslichkeit möglichst ungefochten als Legitimation für ‘wirtschaftlich richtiges und unerlässliches Handeln‘ aufrecht zu erhalten, sind Monopole der Bewertung der konkreten Ergebnisse des Handelns nach diesen Lehren und Dogmen geschaffen worden.
Der aktuelle Bezug
Die Weltpolitische Aktualität und die bedenklichen Bedingungen, unter denen deutlich mehr als die Hälfte der Menschheit dahin zu vegetieren gezwungen wird und ist, werfen immer dringendere Fragen über die sachlichen, zeitlichen, regionalen und ethischen Grenzen der Geltung dieser Dogmen über Notwendigkeit, Bedingungen, Nutzen und Wert von ‘Leistung’ auf.
Theorieen und Dogmen als Regelwerke für Legitimation und Anwendung von Gewalt
Von unabhängig voneinander beobachtenden Seiten werden ernst zu nehmende Anzeichen dafür berichtet, dass dem ‘Erfolg’ der Anwendung dieser Theorieen zum Beweis ihrer Richtigkeit in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedensten Regionen der Welt mit brutaler Gewalt nachgeholfen worden ist, während diese Art ‘praxisnahen Nachhilfeunterrichts‘ und der ‘wissenschaftlich begründeten, mit Nobelpreis prämierten Umerziehung‘ regelmässig für den grössten Teil der gutwillig und hart arbeitenden Bevölkerung Armut, Hunger, Krankheit, Rechtlosigkeit und Elend erzeugt haben.
Dabei wurde und wird regelmässig und im wahrsten Sinne des Wortes starr-(und wahn-)sinniger Weise dafür gesorgt, dass ein global einheitlicher Katalog von Kriterien für Erfolg zu offizieller Geltung und Anwendung gelangt.
Diese Erfolgskriterien sind überwiegend solche einer engstirnig und einfältig definierten ‘Effizienz’, die in Währungs- oder anderen Werteinheiten quantifizierbar ist, die alle miteinander gemein haben, für Eingeweihte und Auserwählte leicht gegeneinander aufgerechnet und – unter den Augen einer zwar wachsamen aber von Glanz geblendeten und in belanglosen Lehren befangenen Öffentlichkeit – rasch und unbemerkt in beliebig angelegte Kreisläufe und Potentiale gelenkt und abgezweigt werden zu können.